Haus Duldeck

Bereits im Herbst 1912 waren Rudolf Steiner und Marie von Sivers zu Gast in der Sommerwohnung der Familie Grosheintz auf dem Dornacher Hügel. Die Familie spendete zum grossen Teil das Land, auf welchem das Erste Goetheanum errichtet wurde. Als Dank dafür liess Rudolf Steiner für die Familie Grosheintz das Haus Duldeck erbauen. Im September 1913 wurde unter der Leitung von Rudolf Steiner mit dem Projekt begonnen; der Baubeginn war dann im Februar 1915. Das in unmittelbarer Nähe des Goetheanum errichtete Wohnhaus gehört zu den  innovativsten Eisenbeton-Wohnhäusern des frühen 20. Jahrhunderts. Seine  Formen stehen jedoch nicht für sich, sondern sind von Steiner wie die der anderen Bauten des Goetheanumhügels als Metamorphose des Hauptgebäudes konzipiert. Seit 2002 befindet sich das Rudolf Steiner Archiv im Haus Duldeck.

Rudolf Steiner über das Haus Duldeck: „Es ist von Bedeutung, dass solch ein Haus einmal gebaut werden konnte. Denn es steht da als ein lebendiger Protest gegen alles Althergebrachte im Baustil und in der Bauart …“

Die Gestaltung der baulichen Details, der Inneneinrichtung und der Möblierung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Rudolf Steiner und dem Architekten Hermann Ranzenberger.

Literatur:

E. Zimmer: Rudolf Steiner als Architekt von Wohn- und Zweckbauten, Stuttgart 1971
H. Krause-Zimmer: Hermann Ranzenberger, Dornach 1995
J. Kugler: Architekturführer Goetheanumhügel, Sulgen 2011
W. Kugler & S. Baur:
Rudolf Steiner in Kunst und Architektur, Köln 2007

Mitglied bei Iconic Houses:

Seit Juni 2015 ist das Haus Duldeck Mitglied von Iconic Houses. Iconic Houses ist ein Verbund von Architekturhäusern des 20. Jahrhunderts. Weitere Information finden Sie unter www.iconichouses.org

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