Barbara Klemm – Künstlerporträts |
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Barbara Klemm – Künstlerporträts Eine Ausstellung mit 46 Porträtfotos Kurator: Konstantin Adamopoulos Organisation: Vera Koppehel Barbara Klemm wurde 1939 in Münster/Westfalen geboren und ist seit 1959 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig, seit 1970 als Redaktionsfotografin mit den Schwerpunkten Feuilleton und Politik. Neben einer Vielzahl an Preisen, die sie für ihr fotografisches Werk erhielt, ist sie in wichtigen Sammlungen vertreten und zeigt ihre Fotografien in zahlreichen Einzelausstellungen. Einen größeren Überblick über ihre künstlerischen Arbeiten konnte man in einer dreiteiligen Präsentation im Museum für Moderne Kunst Frankfurt 1991/1992 und 1999 im Deutschen Historischen Museum, Kronprinzenpalais, Berlin gewinnen. Eine Auswahl ihrer Künstlerporträts war 2000 in der Neuen Galerie des Staatlichen Museum Kassel zu sehen. Seither wurden diese an verschiedenen Orten gezeigt. Warum nun eine Ausstellung mit einer Auswahl ihrer Künstlerporträts auf Einladung des Archivs des Goetheforschers Rudolf Steiner parallel zur Aufführung von Faust I und II am Goetheanum? Sind diese Porträts "faustisch"? Oder sind es die Porträtierten? Barbara Klemm interessiert sich mit ihrer Fotografie für den Menschen. Ganz eindeutig ermöglichen ihre Porträts eine tiefere Einstimmung in das, was die porträtierte Person menschlich ausmacht. Dabei sprechen ihre Reportagefotografien eine klare und ungekünstelte Sprache. Der Betrachter erfährt durch sie, neben der kompositorischen Qualität, auch die vertrauensvolle Zustimmung zwischen den Porträtierten und der Fotografin. Diese respektvolle Qualität eröffnet dem Betrachter als Rückmeldung auch eine feine Wahrnehmung mit sich selbst. Der Maler Enno Schmidt beschrieb das Phänomen ihrer Fotografien einmal, als würde er in ihnen eine Art Seelenspiegel erkennen: "So symptomatisch und treffend Barbara Klemms Bilder sind, so entlasten sie doch gleichzeitig von aller Be- und Verurteilung. Das macht den Humor, das Unwidersprechliche und gleichzeitig Befreiende ihrer Photos aus. Es ist, als wenn sich eine Schicht hinter dem äußeren Geschehen in ihren Photos zeigt, als träte das auf, was hinter den Erscheinungen wirksam ist." Barbara Klemms Fotografien von Malern, Literaten und Literatinnen, Komponisten, Schauspielern und Schauspielerinnen transportieren etwas Musikalisches mit sich, etwas umfassend Entwickeltes.
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Exponate
1. Bruno Ganz, Zürich 2000
2. Gidon Kremer, Leipzig 2002
3. Andy Warhol, Frankfurt 1981
4. Ernst Jünger, Wilflingen 1972
5. I,M, Pei, Berlin 2002
6. Franz Bernhard, Jockgrim 2004
7. Simone de Beauvoir, Paris 1980
8. Tabea Zimmermann, Bonn 2001
9. Claudia Schiffer, Frankfurt 1994
10. Blinky Palermo, Darmstadt 1970
11. Andreas Solominski, Frankfurt 1996
12. Simon Rattle, Berlin 2003
13. William Forsythe, Frankfurt 2002
14. Fritz Schwengler, Reech 2001
15. Ilya Kabakov, Frankfurt 2002
16. Sebastan Haffner, Berlin 1987
17. Peter Handke, Kronenberg 1973
18. Hans Georg Gadamer, Heidelberg 1997
19. Emil Schumacher, Hagen 1984
20. Gerhard Richter, Köln 2002
21. Friedrich Dürrenmatt, Neuchâtel 1980
22. Ignatz Bubis, Martin Walser, Frankfurt 1998
23. Thomas Bernhard, Ohlsdorf 1981
24. Peter Stein, Hannover 2000
25. Joseph Beuys, Documenta VI, Kassel 1977
26. Ernst Fuchs, Wien 1988
27. Monika Maron, Berlin 1993
28. Prof, Herbert Macuse, Frankfurt 1979
29. Peter Handke, Paris 1991
30. Antoni Tàpies, Barcelona 2000
31. Martin Walser, Überlingen 1998
32. Thomas Hettche, Durs Grünbein, Ingo Schulze, Frankfurt 2000
33. Patricia Highsmith, Locarno 1991
34. Ingo Schulze, Berlin 1998
35. Helene Weigel, Leipzig 1970
36. Andrej Sinjawskij, Paris 1977
37. Christian Boltanski, Frankfurt 1991
38. Fritz Klemm, Karlsruhe 1968
39. Czeslaw Milosz, Wislawa Szymborska, Günter Grass, Vilnius 2000
40. Rolf Hochhut, Basel 1988
41. Rudolf Serkin, Frankfurt 1982
42. Marie Luise Kaschnitz, Frankfurt 1971
43. Michel Houllebecq, Paris 1999
44. Madonna, Haut Couture, Paris 1999
45. Golo Mann, Zürich 1986
46. Edith Clever, Berlin 1984