OHNE ENDE

Die Lemniskate ist mehr als nur der Ausdruck
einer mathematischen Formel, der sogenannten 'Cassinischen Kurve' oder das Zeichen für 'unendlich'. Für Rudolf Steiner war sie ein wichtiges Instrument bei der Visualisierung seiner geistigen Forschung. Das Archiv zeigt original Notizbücher, Skizzenblätter, Modelle und Tafelzeichnungen, in denen die faszinierende Reichweite und Bedeutungsvielfalt dieser Form erfahrbar wird, vom Meditationsinhalt über das theosophische Diagramm bis zu eurythmieformen und Planetenbahnen: die Lemniskate übergreift noch heute alle Gegensätze zwischen Mystik und Mathematik. Ausstellung bis zum 25.02.2010 

ENDLICH

Nach drei Jahren intensivem Suchen konnte es endlich gefunden werden! Das letzte Zitat Rudolf Steiners aus den 'Zeitgeschichtlichen Betrachtungen', das bisher nur unvollständig überliefert war und auch nicht nachgewiesen werden konnte. Rudolf Steiner spricht von einem lieben Menschen, den er persönliche kenne und der zu Recht im öffentlichen Leben eine ehrenwerte Stellung einnehme, aber der gar nicht merke, wie verlogen eigentlich seine Haltung in einer bestimmten Frage sei. Diese Persönlichkeit glaube nämlich, daß in den Zeiten der Not, wie zum Beispiel in Kriegszeiten, auch ein nicht-religiöser Mensch solche Lieder wie 'Eine feste Burg ist unser Gott' im Chor der Gläubigen mitsingen dürfe, denn auf diese Weise lasse sich das Zusammengehörigkeitsgefühl der Volksangehörigen stärken. Wer nun wissen möchte, um welche Persönlichkeit es sich handelt und was sie genau gesagt hat, findet im 'Hinweis zu S. 188' im Band II der GA 173b die nötige umfassende Aufklärung. Er muss sich allerdings noch einige Wochen gedulden; die 'Zeitgeschichtlichen Betrachtungen' werden im Frühjahr 2010 erscheinen.

LETZTER BRIEF

Der vermutlich letzte handgeschriebene Brief Rudolf Steiners, der sich im Nachlass von Emil Bock befand, wurde von Friedwart Bock der Nachlassverwaltung übergeben. Diesen Brief mit dem Poststempel vom 27.3.1925 sendete Rudolf Steiner nach Horn/Österreich an den Kaufmann J.C.Träxler, welcher sich um die erblindete Schwester, Leopoldine Steiner, kümmerte. Veröffentlicht in GA 39 Briefe Band II.

INSTRUIER'ENDES

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse
erschien das handliche Bändchen
'Rudolf Steiner: Die Welt der Kunst'
mit einer Sammlung lesenswerter,
zum Teil bislang wenig bekannter Texte und Vortragspassagen
zur Ästhetik und bildenden Kunst aus dem Werk Rudolf Steiners,
eingeleitet und kommentiert
von unserem Herausgeber und Mitarbeiter Roland Halfen.
ars sine scientia nihil est (Jean Mignot).
Preis: CHF 32.00 / EUR 19.00
www.steinerverlag.com

 

FORSCH'ENDE

Was liegt im Schwarz, bzw. dahinter ?
Black on Grey , die schwarz-graue Bilderserie des Künstlers Marc Rothko, welche er in den Jahren 1968-1970 schuf, stehen im Blickfeld 
der Künstlerin und Doktorantin Christine Baur aus Berlin. Eindrücklich nahm sie die 20 Teilnehmer der Forschungstage mit durch die Erlebnisqualitäten der dunkelsten Bilder, der Kohle und ihrer Verdichtung bis zur Durchlichtung/ dem Diamanten. Eine Forschungsarbeit auch auf dem schmalen Grad zwischen Kunst und Wissenschaft im universitärem Kontext. Ein ausführlicher Artikel erscheint demnächst auf:  www.steinerforschungstage.net

BLICK'ENDE

Achim Hatzius' Fotos von Architektur und Menschen in Moskau und Dornach sind keineswegs so etwas wie schlicht abfotografierte Wirklichkeit, sie sind vielmehr im hohem Maße komponierte Bilder. Als solche setzen sie die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts voraus - oder einfach: ein auf das Sehen sich einlassendes Auge. Im gemeinsamen Gespräch mit dem Künstler und dem Philosophen Ulrich Kaiser soll dies letztere - das sehende Auge - zu einem Recht kommen.
Von der Arbeit des Blickes und dem Glück des Entdeckens.
Finissage der Ausstellung DEDUSCHKA am 22.01.10
im Rudolf Steiner Haus Hamburg.
Zur Ausstellung Deduschka im Haus Duldeck Feb - Mai 2009 erschien ein eindrücklicher Katalog vom projekt.zeitung -
Der Katalog und der sehr empfehlenswerte neue Adventskalender können noch bis zum 24.November bestellt werden.

UND KEIN ENDE...

ist abzusehen bei diesem Projekt, das mehr umfasst als ein Möbel herstellendes Unternehmen. Das konnten wir bei unserem letzten Betriebsausflug ins Vitra Design Museum sehen, erfahren und erkennen. In einer dynamischen, humorvoll-sachkundigen und inspirierten Führung betraten wir die stillen, kühn geschwungenen, graziös  verschachtelten Gebäude der sich hier versammelnden Architekturen und warfen einen sich steigernd staunenden Blick in die Vielfalt der Gestaltung eines der grundlegenden Wohnobjekte, des Stuhls. Dass sich die Kuratoren dieses kreativen Museums (Mateo Kries, Julia Althaus) für eine Rudolf Steiner gewidmete Ausstellung 'Die Alchemie des Alltags' einsetzen, die mit Unterstützung des Rudolf Steiner Archivs entwickelt wird, ist ein beredtes Zeugnis dafür, daß Rudolf Steiner auch dem 21. Jahrhundert etwas zu sagen hat. Wir bedanken uns herzlich bei den Mitarbeitern von Vitra Design!
www.design-museum.de

WEISHEIT LETZTER SCHLUSS

'Als ich das erste Mal die Philiosophie der Freiheit gelesen habe, habe ich nichts verstanden, aber ich war danach irrsinnig gut drauf! Nachdem ich sie immer wieder und wieder gelesen habe und fünfmal für mich zusammengefasst habe, muss ich sagen: es ist das schönste Buch das ich kenne'.
Teilnehmerin der Forschungstage; 27 Jahre.


Das schönste Buch zum wieder und wieder lesen
in Leinen für 48,- CHF/ 30,- Euro
als Taschenbuch 19,- CHF / 12,- Euro
und zum hören 
archivshop(at)rudolf-steiner.com

 

'Mir scheint, daß Steiners Ideen und Anregungen – gerade weil sie quer zu den gegenwärtigen Denkgewohnheiten liegen – viel zur Lösung der Kultur- und Menschheitsfragen beitragen könnten, die immer bedrohlicher auf uns zukommen.'
Michael Ende in 'Spiegel Spezial' 3/1990