(1877-1955) lernte mit 42 Jahren in Ascona die Anthroposophie kennen. Sie arbeitete dort als angesehene Ärztin. In ihrem Haus am Lago Maggiore befand sich eine grosse Bibliothek, mit Flügel und ihren eigenen künstlerischen Werken. Einige Jahre war sie Schülerin des bekannten rumänischen Malers Arthur Segal, welcher ihr Talent hoch schätzte. Bis zum 8.November wird eine Auswahl ihres grossen Nachlasses, insbesondere der Zyklus '14 Stationen des Leidens unseres Herrn' (1923) im Steiner Archiv zu betrachten sein. Die Eröffnung der Ausstellung 'DER BLAUE STROM' Bilder von Anna Iduna Zehnder findet am Donnerstag 11.9. um 18:30 statt. Einführung Peter Weidman und Beat Beck. Cello: Nicolas Gadazc.
(1876-1943) verbrachte ihre letzten 3 Lebensjahre ebenfalls in Ascona. Mit 44 Jahren unterschrieb sie gemeinsam mit 35 Mitarbeitern eine Erklärung, die deutlich machen sollte, wie sehr die Gründung eines Forschungsinstituts für anthroposophische Medizin von Nöten wäre. (GA 312) Vorausgegangen waren 20 Vorträge von Rudolf Steiner zum Thema Geisteswissenschaft und Medizin (1920). Vom 10. bis 21.9. können mit Hilfe des Christophorus-Stiftungsfond der GLS Treuhand/Bochum erstmals alle Wandtafel- zeichnungen, welche bei diesen Vorträgen entstanden sind, sowie die Tafeln des Pastoralmedizinischen Kurses ausgestellt werden. Medizinische Sektion.
(1861-1925). Einblicke und Ausblicke in das anregende, vielfältige und erstaunliche Leben von Rudolf Steiner, können am Mittwoch 17.9. um 15:00 bei einer Masterführung mit Prof.Dr. Walter Kugler, neu entdeckt bzw. vertieft werden. Parallel wird eine Führung mit Stephan Widmer in englischer Sprache angeboten. Um 16:45 besteht die Möglichkeit, einige Gesichtspunkte aus dem spannenden 'Unternehmen Gesamtausgabe' (GA) zu erfahren. Urs Dietler lädt nach einer Einführung zum Gespräch ein. Was Sie also immer schon mal wissen wollten... Das 'Offene Archiv' findet im Rahmen des Semesterbeginns am Goetheanum statt.
(1838-1917) lehrte zu R. Steiners Studienzeit Philosophie an der Universität Wien. Wie sich heute Philosophie und Anthroposophie in Ästhektik, Forschung und Kunst in Beziehung setzen können, soll bei Tagung WAS IST AN DER ZEIT, kreativ, motiviert und in ungewohnten Begegnungsräumen, versucht werden dürfen. Die traditionellen Hochschulwochen für Studenten, dürfen in diesem Kontext auch von 'älteren Semestern' besucht werden. Im Rudolf Steiner Archiv wird es eine Mitternachtsführung geben, und die philosophischen Pausen dürfen gerne in unserem 'Franz Bretano Cafe' genossen werden. Zur Vorbereitung: Von Seelenrätseln (GA 21) mit einem sehr lesenswerten Nachruf auf Franz Brentano von Rudolf Steiner.
(1864-1949) wurde vor 100 Jahren mit 44 Jahren erste Verlagsleiterin von Rudolf Steiners Werk. Ohne Reklame und Prospekten, aber mit viel Engagement entwickelte sich der junge Verlag zu einem gesunden Unternehmen und überlebte sogar die Inflation in den schweren Zeiten der Nachkriegszeit. Ihr Verkaufsgenie zeigte sie z.B. darin, dass sie von dem Buch 'Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen' (GA 16); welches über Nacht gedruckt worden war, innerhalb einer halben Stunde, während der Pause einer Mysteriendramenaufführung, 800 Exemplare verkaufte. Bestellung.
(1938*) begann vor 30 Jahren mit Kindern in einem Armutsviertel von São Paulo eine Sozialarbeit, die bis heute Pioniercharakter hat. Im Laufe der Jahre entwickelten sich aus der Arbeit mit den Favelabewohnern eine Reihe von Einrichtungen, die die Lebensbedingungen der Betroffenen nachhaltig verbesserten: u.a: fließendes Wasser, Abwasser-kanäle, Krankenstationen, ein Kulturzentrum. Dies sind sichtbare Erfolge eines sozialen Entwicklungsimpulses, der sich den Herausforderungen für ein menschenwürdiges Leben immer neu stellt. Die Arbeit lebt davon, dass trotz den Grenzen eines Lebens in Armut Entwicklungsräume geschaffen werden, in denen sich Menschen entsprechend ihrer eigenen Möglichkeiten verwirklichen können. So entsteht täglich neu eine ganz reale Soziale Skulptur. Tagung vom 3.-5.10.08 www.ursache-zukunft.net
Am 8.und 9. November findet das nächste Treffen für junge Wissenschaftler zu gegenseitigem Gedanken- und Forschungsaustausch statt. Die bisher zugesagten Beiträge kommen von Gregor Schneider (zu Ken Wilber) und Merijn Fagard (zu Denkbeobachtung). Die Rudolf Steiner Forschungstage haben sich seit einigen Jahren zu einem lebhaften Diskussionsforum entwickelt, bei dem junge, an Wissenschaft und Anthroposophie interessierte Menschen zusammenkommen, um sich ihre Fragestellungen, Arbeitsergebnisse und zukünftigen Gedanken zur Anthroposophie vorzustellen und miteinander zu besprechen. Anmeldung: lydia.fechner(at)web.de
(1943) ist Künstler und lebt in Dresden. Seine Bilderserie 'between planets' ist gemalt mit lasierenden Pigmentmischungen aus und auf Metallen. Das einzigartige, vielfältige Verhältnis zum Licht, sowie die raumprägende Wirkung dieser Werke, lebt von dem besonderen Verhältnis der verwendeten Metalle, wie Blattgold, Kupfer, Messing, Blei und Zinn. Eine kleine, aber intensive Auswahl dieser 'Meditationsbilder' ist ab Mitte November im Steiner Archiv präsent. Die Eröffnung der Ausstellung findet im Rahmen der Tagung: 'between planets'- Silber&Blei/ Kunst&Wissenschaft, in Kooperation mit der Naturwissenschaftlichen Sektion statt.

'Nicht darauf kommt es an – ich sage es immer wieder und wiederum, wenn die Leute kommen und z. B. unsere Gruppe drüben ansehen – daß man denke, daß da in der Mitte der Christus steht, und da oben Luzifer und unten Ahriman, das ist eines jeden Privatempfindung, das hat mit dem künstlerischen Empfinden und mit dem ganzen Werke im Grunde genommen gar nichts zu tun. Gewiß, es kann eine aus dem Künstlerischen heraus geholte Erörterung gegeben werden, aber man sollte, vom Inhalt abgesehen, Empfindung für das Künstlerische haben. Die Linie, meine lieben Freunde, die gesucht worden ist, um den herabstürzenden Luzifer darzustellen, – diese Linie in ihrem Zusammenstimmen mit dem ganzen Gebilde verständlich zu machen, ist unendlich viel bedeutungsvoller, als das für künstlerisches Empfinden eigentlich langweilige Auseinandersetzen: das ist Luzifer, das ist Ahriman usw. usw. Irgend eine Linie, die von rechts nach links geht, und die empfunden ist als Linie, so etwas ist wichtig!' Rudolf Steiner bei der 6. ordentlichen Generalversammlung des Johannesbauvereins im Oktober 1918
Ein Modell des Menschheitsrepräsentanten ist ab dem 19.9. in der Ausstellung 'Spuren des Geistigen - le traces du sacre' in München zu sehen. www.hausderkunst.de
Aus Dornach mit den herzlichsten Grüssen die Mitarbeiter des Rudolf Steiner Archivs.
Newsletter 07/08.
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